Das Ergebnis:
209.029 Unterschriften in sechs Wochen
Deutschlandweit haben Fachhändler und deren Kunden gegen die neue EU-Tabakprodukt-Richtlinie protestiert und mit ihrer Unterschrift gegen Schockbilder, Produktverbote und Einheitszigarette ein Signal gegenüber der Politik gesetzt.
Die bundesweite Unterschriftenaktion wurde am 1. Februar durch das Branchenbündnis "Entscheiden Sie selbst" unter Führung des Fachhandels gestartet. Über sechs Wochen wurden an den Ladentheken in Deutschlands Tabakwarengeschäften handschriftlich Unterschriften gesammelt.
Betroffen sind auf Seiten des Handels in Deutschland knapp 8.000 Fachhändler und damit 25.000 Beschäftigte - sowie sämtliche Verkaufsstellen für Tabakwaren wie Tankstellen und Kioske. Händler und Verbraucher fordern den Erhalt der Warenvielfalt und des spezialisierten lokalen Fachhandels.
Am 15. April wurden die Unterschriften an MdB Hans-Michael Goldmann (FDP), Vorsitzender des federführenden Bundestagsausschusses für die TPD, in Berlin übergeben. Die Berliner Händlerin Janine Schulzki und Rainer von Bötticher, Präsident des BTWE in Vertretung des Branchenbündnisses überreichten die Listen in Postsäcken.
Regionale Beteiligung an der Unterschriftenaktion
Die Kampagne
Aktuelle Pressemitteilungen
15.04.2026
Deutscher Fachhandel und seine Kunden protestieren: 209.029 Unterschriften gegen geplante EU-Tabakprodukt-Richtlinie/Übergabe der Unterschriften an MdB Hans-Michael Goldmann in Berlin
Tabakhändler und ihre Kunden protestieren gegen die neue EU-Tabakprodukt-Richtlinie. Am 1. Februar hatte das Branchenbündnis die Unterschriftenaktion „Dann ist der Laden weg!?“ gestartet. Das Ergebnis nach sechs Wochen ist deutlich: Bundesweit kamen in den Geschäften über 200.000 Unterschriften zusammen. Händler und Kunden fordern den Erhalt der spezialisierten Fachgeschäfte mit ihrer Warenvielfalt und wehren sich gegen die Bevormundung der Verbraucher.
24.01.2026
Die Initiative "Entscheiden Sie selbst" startet eine Unterschriftenkampagne gegen die neue Tabakprodukt-Richtlinie der EU-Kommission.
Pressemitteilung des Branchenbündnisses "Entscheiden Sie selbst" zum Händlerprotest gegen die EU-Tabakprodukt-Richtlinie und zu den Folgen für Handel sowie Hersteller, Pflanzer und Verbraucher. Rund 8.000 Fachhändler sehen ihre Geschäftsgrundlage aufgrund der neuen Richtlinie gefährdet, insgesamt sind 25.000 Arbeitsplätze gefährdet. Zusammen mit den Kunden sammeln Fach- und Lebensmitteleinzelhändler sowie Tankstellen bundesweit ab Anfang Februar Unterschriften, um gegen die Pläne der EU zu protestieren.
Die Karte zeigt prozentual, wie viele Unterschriften aus den Bundesländern in sechs Wochen eingesendet worden sind. Die Größe des Kreises steht in Relation zur Anzahl der gesammelten Unterschriften.
Händlerprotest gegen Überregulierung
Worum geht es?

Die geplante Änderung der EU-Tabak-Produkt-Richtlinie (2001/ 37/EG) enthält die Forderung nach:
• Einheitsware (Standardisierung von Verpackung und Produkten)
• Einführung von übergroßen Schockbildern auf Tabakwaren
• Verbot bestimmter Geschmacksrichtungen,
z. B. Mentholzigaretten.
Diese Maßnahmen gefährden den Einzel- und besonders den Fachhandel. Denn dieser lebt von der Vielfalt seiner Produkte.
Deshalb wehrt sich der Handel gegen Einheitszwang und Existenzbedrohung! Denn es geht auch anders: Mit wirkungsvollen Präventions- und Informationsmaßnahmen wurde der Anteil jugendlicher Raucher in den vergangenen zehn Jahren mehr als halbiert.*
*Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung „Der Tabakkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2011“

Der Handel steht zu einem verantwortlichen Umgang mit
Tabakwaren: Sinnvolle Regeln für den Tabakverkauf ja, aber keine Regulierung auf Kosten der Nahversorger vor Ort.
Verbraucher wünschen auch in Zukunft Produktvielfalt und den Erhalt ihres Händlers.
ZUM THEMA
Gerhard Huber, Inhaber Tabakwaren Meier Freiburg
Die EU hat sich jetzt erstmal den Tabak vorgenommen, aber künftig wird Brüssel nach demselben Prinzip sicher auch andere Lebensbereiche reglementieren – natürlich alles für die Volksgesundheit.
Ernst Frank, Inhaber Tabakwaren-Holderried, Freiburg
Wenn das kommt, wird das Überleben für uns Fachhänder noch schwieriger.
ZUM THEMA
Günther Held, Inhaber Tabakwaren Held, Stuttgart
Die Einheitspackungen erinnern mich an China, an Kommunismus. Aber wir leben von der Vielfalt.
ZUM THEMA
Thomas Vollmer, Geschäftsführer Wolsdorff Tobacco
Wir vertreiben eine legale Ware, aber wir werden diskriminiert, als seien wir Drogendealer.